Donnerstag, 3. Juli 2014

Leitartikel: Des Schülers Motivation macht das Lager

Mit dem Ziel, Sport und Medien zu verbinden, reisten 17 Schüler und drei Lehrpersonen nach Tenero im Tessin. Von einigen Parteien wurde bereits im Vorfeld ein Thema besonders diskutiert: Es gab unter den Schülern viele, die sich bereits vor dem Lager kannten, was dazu führte, dass immer eine sportlich motivierte auf eine sportlich weniger motivierte Person kam. Die weniger motivierten wurden von ihren motivierteren Kollegen mitgezogen. Unter Experten wurde deswegen die Frage nach der Motivation stark ins Zentrum der Diskussionen gerückt.

Aus dieser Situation sind Erwartungen entstanden, welche gegensätzlich waren. Einerseits erwarteten die Vorreiter ein enormes Sportangebot wie z.B. Biken, Rollhockey oder auch Wasserball. Mit den Erwartungen vernachlässigten sie jedoch die Idee des journalistischen Sportbericht Schreiben und so wurden sie auch enttäuscht. Die andere Gruppe erwartete den Journalistischen Teil und viel Freizeit um sich am Strand zu sonnen am Lago Maggiore oder auch einfach in den Zelten die Zeit mit Tratsch zu verbringen.

Somit haben wir einen Interessenskonflikt, welcher die Schüler spaltet. So ein Konflikt kann extrem grosse Wellen schlagen. So zum Beispiel bei der ersten gemeinsamen Aktivität, dem Kinball. Einige waren übermotiviert, andere wollten lieber wieder zurück an den Strand um an ihrem äusseren Erscheinungsbild zu arbeiten. Wie den unterschiedlichen Berichten zu entnehmen ist, lief das Spiel dementsprechend schlecht. Zum Schluss waren dank den übermütigen Motivierten die Unmotivierten verängstigt. Spürbar schlechte Stimmung breitete sich aus.

Im weiteren Verlauf der Tage, nach einigen Konflikten mit den Lehrpersonen, änderte sich das Verhalten der Schüler. Die Schüler hatten durch die weiteren Sportarten (Vor allem durch das Ultimate) erkannt, dass durch mittragen der Verantwortung und vollem Einsatz das Zusammenspiel sowohl im Sport als auch im sozialen viel besser wird.  Nach diesen Erfahrungen spürte man eine lockerere und offenere Atmosphäre sowohl zwischen den Schülern als auch gegenüber den Lehrpersonen. Dadurch wurde auch die Spielqualität bei den verschiedenen Sportarten besser und beide zu Beginn vorhandenen Gruppen wurden zu einer übermotivierten Gruppe welche um jeden Punkt kämpfte. Diese Welle der Motivation und Freude beruhigte die unzufriedenen Gemüter und so wurde das Lager sehr gut. Diese Entwicklung hat gezeigt, dass die Schüler in einem Lager Verantwortung übernehmen müssen damit es zu einem gelungenen Event wird. 

Rémy Desaules
Raphael Casablanca
Jonathan Möri
Nicolas Geissbühler

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